Enttäuschung über Elternvotum
Vechta (su) - "Mit Enttäuschung" hat der CDU-Fraktionsvorsitzende im
Vechtaer Stadtrat, Claus Dalinghaus, das Ergebnis der Elternabstimmungen zur
Umwandlung von drei katholischen Bekenntnisschulen in Vechta zur Kenntnis
genommen. Die notwendige Zweidrittelmehrheit zur Umwandlung in Schulen für
Schüler aller Bekenntnisse war nur in der Marienschule in Oythe erreicht
worden. Knapp verfehlt wurde dieses hohe Quorum an der Overbergschule,
deutlicher in der Grundschule Hagen. Nicht katholische Eltern hatten kein
Stimmrecht.
Dalinghaus erklärte, der gemeinsam mit der Katholischen Kirche erarbeitete
Umwandlungsvorschlag sei sehr gut begründet gewesen. Das Votum der
katholischen Eltern müsse allerdings akzeptiert werden. Seine Fraktion und
die Gremien der Stadt Vechta würden sich im Januar in Ruhe überlegen, "wie
mit diesem Votum umgegangenen werden muss". Auch müsse die Stadt Vechta als
Schulträger gemeinsam mit den Schulleitern und der Schulbehörde die
Konsequenzen für die nächste Einschulung erörtern.
Schulrat Heinrich Blömer vom Bischöflichen Offizialat in Vechta äußerte sein
Bedauern, "dass es bei den Abstimmungen nicht zu den erforderlichen
Mehrheiten gekommen ist". Nach dem Scheitern der Abstimmungen sehe er noch
keinen anderen Weg, "wie die gravierenden Probleme im Grundschulbereich in
Vechta gelöst werden können". Trotz des Scheiterns der Abstimmungen werde
sich das Offizialat aber weiter für Lösungen einsetzen, die allen Vechtaer
Schülern gerecht werden.